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Optionstarif für Kinder PKV: So sicherst du dein Kind ab
Dein Kind ist kerngesund – heute. Aber was ist in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren? Allergien, Rückenprobleme, psychische Diagnosen: Vieles, was im Erwachsenenalter den Weg in die private Krankenversicherung versperrt oder deutlich verteuert, beginnt im Kindesalter. Der Optionstarif in der PKV ist genau dafür gemacht. Er sichert deinem Kind das Recht auf eine vollwertige PKV-Mitgliedschaft im Erwachsenenalter, ganz ohne erneute Gesundheitsprüfung. In diesem Beitrag erfährst du, wie der Optionstarif funktioniert, wann du ihn abschließen solltest und worauf du dabei achten musst.
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10.03.2026

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Das Wichtigste in Kürze
Optionstarif sichert den Gesundheitszustand deines Kindes: Das Kind erwirbt das Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in die PKV zu wechseln. Spätere Erkrankungen spielen dabei keine Rolle mehr.
Je früher, desto besser: Idealerweise wird der Optionstarif direkt nach der Geburt abgeschlossen. Neugeborene können innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt sogar ohne Gesundheitsprüfung versichert werden, wenn ein Elternteil bereits PKV-versichert ist. Deshalb sollte auch ein Elternteil einen passenden Optionstarif haben.
Geringe Kosten, großer Schutz für die Zukunft: Ein reiner Optionstarif kostet nur wenige Euro im Monat, sichert aber den Zugang zu einem umfassenden PKV-Schutz im Erwachsenenalter.
Kein einheitlicher Standard: Leistungen und Bedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter erheblich. Ein genauer Vergleich und eine individuelle Beratung sind daher essenziell.
Was genau ist ein Optionstarif für Kinder in der PKV?
Ein Optionstarif für Kinder ist kein klassischer Versicherungsschutz, sondern eine Art Eintrittskarte für die Zukunft. Das Kind ist während der Laufzeit des Optionstarifs nicht hierdurch in irgendeiner Form krankenversichert. Stattdessen sichert es sich das Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen vollwertigen PKV-Tarif zu wechseln. Auch lassen manche Optionstarife den späteren Abschluss von Zusatzversicherungen zu.
Das Entscheidende dabei: Der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Abschlusses wird quasi eingefroren. Entwickelt dein Kind später Vorerkrankungen, Allergien oder chronische Beschwerden, haben diese keinen Einfluss mehr auf die spätere PKV-Aufnahme.
Warum ist der Optionstarif für Kinder so wichtig für die Zukunft?
Der Optionstarif Kinder PKV ist die Möglichkeit, den Zugang zur privaten Krankenversicherung dauerhaft zu sichern, unabhängig davon, wie sich die Gesundheit deines Kindes entwickelt. Ohne diese Absicherung muss dein Kind beim Eintritt in die PKV im Erwachsenenalter eine vollständige Gesundheitsprüfung durchlaufen. Wer dann Vorerkrankungen hat, bekommt entweder schlechteren Schutz für sein Geld, zahlt deutlich mehr oder wird im schlimmsten Fall ganz abgelehnt. Mit einem Optionstarif ist dieses Risiko gebannt.
Dabei geht es nicht nur um schwere Erkrankungen. Schon Allergien, ADHS, Rückenprobleme, eine abgeschlossene Psychotherapie oder häufige Arztkontakte im Kindesalter können bei einer späteren Gesundheitsprüfung zum Problem werden. Kinder entwickeln sich eben, und nicht alles lässt sich vorhersehen.
Viele Tarife knüpfen die Ausübung des Optionsrechts an konkrete Lebensereignisse. Der Abschluss einer Berufsausbildung, der Studienabschluss, der Wechsel in die Selbstständigkeit oder auch eine Entsendung ins Ausland berechtigen dazu, den Versicherungsschutz gezielt dann zu aktivieren, wenn er gebraucht wird, und das ohne erneute Gesundheitsprüfung.

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Ab wann solltest du einen Optionstarif für dein Kind abschließen?
Die Antwort ist eindeutig: so früh wie möglich, am besten direkt nach der Geburt. Je jünger und gesünder dein Kind ist, desto besser ist die Ausgangslage für den Abschluss.
Besonders wichtig ist die sogenannte Kindernachversicherungsfrist. Wenn ein Elternteil bereits seit mindestens drei Monaten privat krankenversichert ist, kann das Kind innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten in die PKV aufgenommen werden. Das gilt sogar für angeborene Erkrankungen und Geburtsschäden. Diese Frist zu verpassen wäre ein erheblicher Nachteil.
Welche Leistungen sichert der Optionstarif Kinder PKV konkret ab?
Ein reiner Optionstarif erbringt zunächst keinerlei direkten Versicherungsleistungen. Er sichert in erster Linie das Recht auf den späteren Zugang zu einem vollwertigen PKV-Tarif. Die eigentlichen Leistungen kommen erst nach der Ausübung der Option zum Tragen.
Was dann abgedeckt sein kann, hängt vom konkret gewählten Tarif ab. Da es keine bundesweit einheitlichen Standards gibt, definiert jeder Versicherer seinen Leistungsumfang eigenständig. Typischerweise umfassen leistungsstarke PKV-Tarife, auf die ein Optionsrecht bestehen kann, folgende Bereiche:
Ambulante Versorgung: Freie Arztwahl auch bei Spezialisten, Heilpraktikerleistungen, Erstattung nach den Höchstsätzen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), Psychotherapie sowie Arznei- und Heilmittel.
Stationäre Versorgung: Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, Spezialisten die du selbst aussuchen kannst, freie Krankenhauswahl und Rooming-in für eine Begleitperson.
Zahnärztliche Leistungen: Hohe Erstattungssätze für Zahnersatz wie Implantate und Inlays, Kieferorthopädie und Prophylaxe einschließlich professioneller Zahnreinigung.
Vorsorge und Impfungen: In vielen Tarifen fallen Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen nicht unter den Selbstbehalt.
Weltweiter Auslandsschutz: Absicherung bei Reisen inklusive medizinisch notwendigem Rücktransport.
Angeborene Erkrankungen: Bei rechtzeitiger Anmeldung nach der Geburt sind oft auch Geburtsschäden und angeborene Anomalien vollständig mitversichert.
Wichtig zu wissen: Welche dieser Leistungen tatsächlich über das Optionsrecht wählbar sind, steht im jeweiligen Tarifbedingungswerk. Hier lohnt sich ein genauer Blick, bevor ein Vertrag abgeschlossen wird.
Wie hoch sind die Kosten für einen Optionstarif für Kinder?
Ein reiner Optionstarif ist vergleichsweise günstig, da das Kind noch keine aktiven Leistungen in Anspruch nimmt. Die Beiträge bewegen sich oft im Bereich von wenigen Euro pro Monat.
Anders sieht es aus, wenn das Kind direkt vollwertig in der PKV versichert wird. Für einen leistungsstarken Tarif liegen die monatlichen Beiträge realistisch zwischen 180 € und 250 €. Tarife, die deutlich darunter liegen, bieten häufig nur eingeschränkten Schutz.
Ein Beispiel aus dem Tarif Barmenia einsA expert zeigt, dass der Selbstbehalt für Kinder in vielen Tarifen niedriger ausfällt als für Erwachsene. Dort beträgt er für Kinder beispielsweise 165 € pro Jahr, während er für Erwachsene im selben Tarif bei 330 € liegt.
Bitte beachte, dass sich Tarife und Beitragssätze regelmäßig ändern können. Für aktuelle und tagesaktuelle Konditionen sprechen wir das gerne gemeinsam in einem Beratungsgespräch durch.
Worauf musst du beim Abschluss eines Optionstarifs besonders achten?
Der Abschluss eines Optionstarifs klingt einfach, hat aber einige Fallstricke, die du kennen solltest. Gerade weil die Bedingungen je nach Anbieter stark variieren, lohnt sich ein genauer Blick in die Tarifunterlagen, bevor du dich festlegst.
Der Zeitpunkt ist das A und O. Die Zwei-Monats-Frist nach der Geburt für die Kindernachversicherung ohne Gesundheitsprüfung gilt es zwingend einzuhalten, sofern ein Elternteil bereits PKV-versichert ist. Wer diese Frist verpasst, verliert einen erheblichen Vorteil.
Daneben gibt es weitere Punkte, die du im Blick haben solltest:
Auslöser und Fristen für die Optionsausübung: Welche Lebensereignisse berechtigen zur Ausübung der Option? Und wie lang ist die Frist dafür? In vielen Tarifen beträgt sie nur zwei bis drei Monate nach dem Ereignis. Wer diese Frist verpasst, verliert das Optionsrecht für diesen Anlass.
Klare Dokumentation: Der Vertrag muss eindeutig belegen, dass eine Option für den späteren PKV-Eintritt ohne Gesundheitsprüfung enthalten ist.
Wählbare Tarife: Informiere dich, welche konkreten Tarife später über das Optionsrecht gewählt werden können. Nicht jede Option führt automatisch in einen hochwertigen Tarif.
Länge des Schutzes: Viele Optionstarife enden automatisch nach einigen Jahren.
In meiner Beratungspraxis sehe ich immer wieder, dass Eltern beim Thema Optionstarif auf den ersten Blick einfach wirkende Punkte übersehen, die später teuer werden können.
Informiere dich, welche konkreten Tarife später über das Optionsrecht gewählt werden können. Nicht jede Option führt automatisch in einen hochwertigen Tarif. Gute Anbieter ermöglichen darüber hinaus auch den Abschluss von privater Krankenzusatzversicherungen ohne erneute Gesundheitsprüfung, nicht nur den Einstieg in die PKV-Vollversicherung.
Fazit: Optionstarif PKV für Kinder ist eine der klügsten Vorsorgemaßnahmen überhaupt
Die private Krankenversicherung bietet, korrekt umgesetzt, deutlich umfangreichere Leistungen als die gesetzliche Krankenkasse. Mit dem Optionstarif sicherst du deinem Kind den Zugang zu genau diesen Leistungen, und zwar unabhängig davon, welche gesundheitliche Entwicklung es noch nimmt.
Der Schlüssel liegt im richtigen Timing. Direkt nach der Geburt ist der ideale Moment. Je früher du handelst, desto besser ist die Ausgangslage für dein Kind im Erwachsenenalter.
Gleichzeitig ist das Thema alles andere als simpel. Die Unterschiede zwischen den Tarifen sind erheblich. Welche Optionen später wählbar sind, wie die Fristen geregelt sind und ob sich der Abschluss in deiner konkreten Situation lohnt, lässt sich pauschal nicht beantworten. Jede Familie, jedes Kind und jede Lebenssituation ist anders.
Wenn du wissen willst, was für dein Kind wirklich passt, lass uns das gemeinsam durchgehen. Buche dir jetzt ein kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch. Ich zeige dir, welche Möglichkeiten es gibt und was konkret zu euch passt.

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FAQ
Nicht zwingend, aber der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Abschlusses ist entscheidend, weil er für die Zukunft eingefroren wird. Bestehende Erkrankungen können beim Abschluss zu Einschränkungen führen. Der große Vorteil des Optionstarifs ist, dass bei der späteren Ausübung keine erneute Gesundheitsprüfung stattfindet. Spätere Erkrankungen bleiben dann außen vor.
Eine wichtige Ausnahme gilt für Neugeborene: Wenn ein Elternteil bereits beim selben Versicherer PKV-versichert ist, kann das Kind innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt ohne Gesundheitsprüfung und ohne Risikozuschläge aufgenommen werden, inklusive angeborener Erkrankungen und Geburtsschäden. Das ist eine der wertvollsten Regelungen im gesamten System. Jedoch nur immer im Tarif, indem auch das Elternteil genau versichert ist.
Ja, genau das ist der Kernzweck des Optionstarifs. Dein Kind kann die Option nutzen und ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen regulären PKV-Tarif wechseln. Voraussetzung ist, dass das Optionstarif-Verhältnis zum Zeitpunkt der Ausübung noch besteht. Der Wechsel ist typischerweise an konkrete Lebensereignisse geknüpft, zum Beispiel den Ausbildungs- oder Studienabschluss, den Berufseinstieg oder das Erreichen bestimmter Altersstufen wie 30, 35 oder 40 Jahre, je nach Tarif. Die Option muss dann innerhalb einer kurzen Frist von oft zwei bis drei Monaten nach dem Ereignis ausgeübt werden.
Das variiert stark je nach Anbieter und Tarif. Manche Optionsrechte sind zeitlich befristet, zum Beispiel müssen sie innerhalb von 15 Jahren nach Vertragsbeginn bei Eintreten eines Lebensereignisses ausgeübt werden. Andere sind an feste Altersstufen geknüpft, etwa mit 30, 35 oder 40 Jahren.
Die genauen Bedingungen findest du in den jeweiligen Tarifbedingungen.
Ja. Der Hauptvorteil liegt nicht in den Kosten, sondern in der Zukunftssicherheit. Wenn dein Kind später eine chronische Erkrankung, Allergien oder andere gesundheitliche Einschränkungen entwickelt, wäre ein normaler PKV-Abschluss ohne Optionstarif deutlich schwieriger, teurer oder schlicht nicht möglich. Mit dem Optionstarif ist diese Weiche frühzeitig gestellt.
Besonders relevant ist das für Kinder von PKV-versicherten Eltern. In bestimmten Konstellationen, zum Beispiel wenn die Eltern nicht verheiratet sind und der PKV-versicherte Elternteil mehr verdient, oder wenn bei verheirateten Eltern der PKV-versicherte Elternteil über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt und mehr verdient als der gesetzlich versicherte Elternteil, wird die PKV für das Kind ohnehin relevant. Dann ist eine frühzeitige Absicherung erst recht sinnvoll.

Über den Autor
Benedikt Deutsch, kurz Bene, ist seit 2012 in der Versicherungsbranche unterwegs und seit 2019 als freier Makler selbstständig. Kein Anzug, keine Verkaufsshow – dafür ehrliche Beratung, digitale Prozesse und 13 Jahre Erfahrung. Sein Ziel: Dass seine Kunden nachts ruhig schlafen können, weil sie wissen, dass sie und ihre Familie abgesichert ist und Bene im Ernstfall für sie kämpft.



