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BU für Kinder: Ab wann ist sie sinnvoll und wann lohnt sie sich wirklich?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder klingt auf den ersten Blick ungewöhnlich. Dein Kind ist doch noch gar nicht berufstätig. Wozu also eine BU? Diese Frage höre ich oft, und sie ist absolut berechtigt. Die Antwort überrascht viele Eltern. Denn eine BU für Kinder ist nicht nur möglich, sondern kann eine der klügsten Vorsorgemaßnahmen sein, die du für dein Kind triffst. In diesem Beitrag erfährst du, ab welchem Alter eine BU für Kinder sinnvoll ist, was sie leistet und worauf du beim Abschluss achten solltest.
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07.04.2026

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Das Wichtigste in Kürze
BU für Kinder ist ab 6 Jahren möglich: Ein Anbieter ermöglicht den Abschluss einer eigenständigen Schüler-BU bereits ab dem ersten Schultag, breiter verfügbar ist sie ab 10 Jahren.
Sogar ab Geburt absicherbar: Über BU-Optionen in Kindervorsorge-Produkten kannst du die Absicherung deines Kindes bereits ab Geburt sichern, ohne spätere Gesundheitsprüfung.
Gesundheitszustand einfrieren: Wer früh abschließt, sichert sich den gesunden Zustand des Kindes. Spätere Erkrankungen wie ADHS, psychische Probleme oder Rückenprobleme können den Abschluss erschweren oder unmöglich machen.
Günstige Beiträge auf Lebenszeit: Ein Kind, das mit 10 Jahren versichert wird, zahlt über die gesamte Laufzeit oft nicht mehr als jemand, der erst mit 30 abschließt.
Schulunfähigkeit ist der Leistungsfall: Die BU greift, wenn dein Kind mindestens 6 Monate zu mindestens 50 % nicht am regulären Unterricht teilnehmen kann, auch wegen psychischer Erkrankungen.
Nachversicherungsgarantie nutzen: Gute Tarife erlauben spätere Erhöhungen ohne neue Gesundheitsprüfung, zum Beispiel beim Berufseinstieg oder Schulformwechsel.
Was ist eine BU für Kinder überhaupt?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder funktioniert anders als die klassische BU für Erwachsene. Sie sichert nicht den Beruf ab, sondern die schulische Tätigkeit. Der “Beruf” deines Kindes ist der Schulbesuch.
Konkret greift die BU für Kinder, wenn dein Kind infolge einer Krankheit, Körperverletzung oder eines Kräfteverfalls voraussichtlich mindestens sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 % außerstande ist, am regulären Schulunterricht teilzunehmen. In diesem Fall zahlt die Versicherung eine monatliche Rente und befreit gleichzeitig von der Beitragspflicht.
Warum reicht die gesetzliche Absicherung nicht?
Viele Eltern denken, ihr Kind ist über die Schule schon ausreichend abgesichert. Das stimmt leider nur zum Teil. Die gesetzliche Unfallversicherung der Schulen greift ausschließlich bei Unfällen auf dem direkten Schulweg, während des Unterrichts, in Pausen oder bei schulischen Veranstaltungen. Krankheiten und psychische Erkrankungen sind dabei überhaupt nicht abgedeckt.
Das ist ein gravierendes Schutzloch. Denn gerade psychische Erkrankungen gehören heute zu den häufigsten Auslösern für Schulunfähigkeit. Laut einer Studie sind rund 21,9 % aller Kinder und Jugendlichen von psychischen oder Verhaltensproblemen betroffen, etwa 6 % davon behandlungsbedürftig. (Quelle: www.bundesgesundheitsministerium.de)
Schulstress, Burnout, Mobbing oder schwere Depressionen können ein Kind monatelang aus der Bahn werfen. Und ein Kreuzbandriss beim Skikurs, der eine längere Reha erfordert, ist schnell passiert.
Ab wann ist eine BU für Kinder möglich und sinnvoll?
Das ist die Frage, die ich am häufigsten höre. Und die Antwort ist: früher als die meisten denken.
Eigenständige Schüler-BU ab 6 Jahren
Der früheste Einstieg in eine eigenständige Schüler-BU ist aktuell ab 6 Jahren möglich, konkret ab dem ersten Schultag. Das bietet derzeit die LV 1871 an. Ab 8 Jahren kommt zum Beispiel AXA hinzu, und ab 10 Jahren ist das Angebot deutlich breiter aufgestellt. Anbieter wie Allianz, HDI, Nürnberger, Alte Leipziger und viele weitere starten ab diesem Alter.
Das frühere Eintrittsalter ist aus einem klaren Grund sinnvoll: Je jünger das Kind ist, desto gesünder ist es in der Regel noch. Wenn die BU erst später abgeschlossen wird, muss jede Erkrankung, die bis dahin diagnostiziert worden ist, angegeben werden.
BU-Option ab Geburt
Wer noch früher absichern möchte, hat eine weitere Möglichkeit. Über bestimmte Kindervorsorge-Produkte kannst du bereits ab Geburt eine BU-Option für dein Kind einschließen. Diese Option sichert dem Kind später das Recht, ohne erneute vollständige Gesundheitsprüfung eine eigenständige BU abzuschließen.
Zwei konkrete Wege gibt es dabei:
Die Nürnberger: bietet eine Kindervorsorge ab Geburt mit kostenloser BU-Option an. Die BU-Option kann dann dem 10. Lebensjahr genutzt werden, um eine eigenständige BU abzuschließen. Der eigentliche Sparvertrag bleibt jedoch erhalten.
Die Alte Leipziger: ermöglicht eine Grundfähigkeitsversicherung ab 6 Monaten mit BU-Option, ebenfalls mit Umwandlungsrecht ab 10 Jahren.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Gesundheitsprüfung erfolgt einmalig als Kleinkind, wenn die Krankenakte noch nahezu leer ist. Spätere Diagnosen wie ADHS, Skoliose oder psychische Auffälligkeiten können den Abschluss dann nicht mehr gefährden.

Leistet deine Versicherung im Ernstfall wirklich ?
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Welche Vorteile hat ein früher Abschluss der BU für Kinder?
„Braucht mein Kind das wirklich schon jetzt?” Diese Frage höre ich regelmäßig – und ich verstehe sie. Trotzdem lautet meine Antwort fast immer: Ja, und zwar so früh wie möglich. Wer wartet, bis das Kind einen Beruf hat, verschenkt bares Geld und riskiert im schlimmsten Fall, dass der Abschluss später gar nicht mehr möglich ist. Hier sind die vier Gründe, warum frühes Handeln so entscheidend ist.
Den gesunden Zustand sichern
Kinder sind in jungen Jahren oft kerngesund. Aber das kann sich schnell ändern. Skoliose, psychische Diagnosen, chronische Erkrankungen wie Typ-1-Diabetes: All das kommt häufig im Jugendalter zum Vorschein. Typ-1-Diabetes zum Beispiel wird oft erst zwischen dem 10. und 16. Lebensjahr diagnostiziert – und führt danach regelmäßig zu Ausschlüssen oder sogar zur kompletten Ablehnung beim BU-Antrag. Wer die BU abgeschlossen hat, bevor eine solche Diagnose gestellt wurde, ist auf der sicheren Seite. Die laufende Versicherung ist davon nicht mehr betroffen.
Günstige Berufsgruppe dauerhaft sichern
Schüler werden in der BU in eine günstige Risikogruppe eingestuft. Wer als Schüler eine BU abschließt und später einen körperlich belastenden Beruf ergreift, zum Beispiel als Handwerker, zahlt trotzdem weiter den günstigen Schüler-Beitrag. Der Berufswechsel erhöht die Prämie nicht nachträglich. Das ist ein enormer Langzeitvorteil. Wir reden davon, dass damit dein Kind dauerhaft nur einen Bruchteil von dem normalen “Handwerkerpreis” zahlt.
Günstiger Beitrag über die gesamte Laufzeit
Ein Kind, das mit 10 Jahren abgesichert wird, zahlt trotz der längeren Vertragslaufzeit über die gesamte Laufzeit bis 67 oft nicht mehr als jemand, der erst mit 30 abschließt, obwohl der 30-Jährige deutlich weniger Jahre einzahlt. Der Grund: Der monatliche Beitrag ist bei einem 10-Jährigen so viel niedriger, dass sich der Unterschied über die Zeit ausgleicht. Wer jung einsteigt, zahlt also weniger pro Monat und kann trotzdem auf eine ähnliche Gesamtsumme kommen wie jemand, der später mit höheren Monatsbeiträgen beginnt.
Wenn das Hobby zum Beruf wird
Kinder ahmen gerne nach, was ihre Eltern tun. Wer als Kind beim Kochen zuschaut, träumt vielleicht vom eigenen Restaurant. Wer aufwächst, während Mama oder Papa vor der Kamera stehen, will vielleicht selbst Influencer werden. Das ist wunderbar, aber genau hier lauert eine unterschätzte Falle. Denn manche Berufe sind für eine BU später kaum oder gar nicht versicherbar. Influencer, Berufsmusiker, Schauspieler, freie Künstler: Viele Versicherer lehnen diese Berufsgruppen ab oder bieten nur stark eingeschränkten Schutz zu sehr hohen Beiträgen. Wer als Kind oder Jugendlicher eine BU abgeschlossen hat, bevor der Berufswunsch feststeht, ist fein raus. Die bestehende Versicherung bleibt gültig, unabhängig davon, welchen Weg das Kind später einschlägt. Ich selbst erlebe das bei meinen Kunden regelmäßig. Eltern, die früh gehandelt haben, müssen sich später keine Gedanken machen, ob ihr Kind mit seinem Traumberuf noch versicherbar ist. Die, die gewartet haben, stehen manchmal vor verschlossenen Türen.
Wie funktioniert eine eigenständige BU für Kinder im Detail?
Absicherungshöhen und Anbieter im Überblick
Die maximale BU-Rente für Schüler liegt je nach Anbieter bei 1.500 € bis 1.800 € monatlich. Wichtig ist auch die Nachversicherungsgarantie, also wie hoch die Rente später ohne neue Gesundheitsprüfung erhöht werden kann:
| Versicherer | Mindestalter | Max. BU-Rente (Schüler) | Nachversicherung (gesamt) |
| LV 1871 | 6 Jahre | bis 1.800 € | bis zu 8.000 € |
| AXA | 8 Jahre | bis 1.500 € | bis zu 3.000 € |
| Nürnberger | 10 Jahre | 1.500 € | bis zu 6.000 € |
| Allianz | 10 Jahre | 1.500 € | + 1.500 € |
| HDI | 10 Jahre | 1.500 € | bis zu 6.000 € |
| Alte Leipziger | 10 Jahre | 1.500 € | + 1.500 € |
| Volkswohl Bund | 10 Jahre | 1.500 € | bis zu 6.000 € |
| Bayerische | 10 Jahre | 1.500 € | bis zu 4.000 € |
Ein konkretes Beispiel: Ein 10-jähriger Gymnasiast wird von seinen Eltern mit einer BU über 1.000 € monatlicher Rente abgesichert. Bei der LV 1871 zahlen sie dafür aktuell 32,79 € im Monat. Würden sie fünf Jahre warten und die BU erst mit 15 Jahren abschließen, läge der Beitrag bereits bei 35,85 € monatlich. Klingt nach wenig Unterschied? Über die gesamte Laufzeit bis 67 Jahre summiert sich das auf mehrere Hundert Euro, die die Familie schlicht hätte sparen können. Und das, ohne zu berücksichtigen, dass in diesen fünf Jahren eine Diagnose hätte gestellt werden können, die den Abschluss verteuert oder ganz verhindert hätte.
Besserstellungsgarantie beim Schulformwechsel
Wechselt dein Kind von der Realschule aufs Gymnasium, kann das den Beitrag sogar senken. Viele Anbieter ermöglichen diesen Wechsel in eine günstigere Berufsgruppe ohne erneute Gesundheitsprüfung. Dafür gilt in der Regel eine Frist von 12 Monaten nach dem Schulformwechsel.
Nachversicherung beim Berufseinstieg
Wenn dein Kind später ins Berufsleben startet, kann die BU-Rente ohne neue Gesundheitsprüfung erhöht werden. Die Nürnberger bietet zum Beispiel eine Karrieregarantie, die eine Erhöhung um bis zu 100 % beim Berufseinstieg ermöglicht.
Worauf solltest du bei einer BU für Kinder achten?
Gesundheitsfragen nicht unterschätzen
Bei einer eigenständigen Schüler-BU ab 10 Jahren werden vollständige Gesundheits- und Risikofragen gestellt. Das gilt genauso wie bei Erwachsenen. Und die Fragen sind konkreter, als viele Eltern erwarten. Asthma, Neurodermitis, Übergewicht, Schulausschlüsse wegen Mobbing, Sprachtherapie oder eine diagnostizierte Legasthenie: All das wird abgefragt und kann zu Ausschlüssen oder Beitragszuschlägen führen. Selbst eine kieferorthopädische Behandlung oder eine länger andauernde Krankengeschichte können relevant sein.
Einige Anbieter bieten vereinfachte Gesundheitsfragen an, zum Beispiel die LV 1871 für Gymnasiasten oder die Nürnberger für unter 30-Jährige. Das kann in bestimmten Fällen ein wichtiger Vorteil sein.
Wer die BU-Option ab Geburt oder Kleinkind-Alter schon abschließt, hat dabei den klaren Vorteil: Die einmalige Gesundheitsprüfung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Krankenakte noch weitgehend leer ist.
Auf diese Vertragspunkte kommt es an
Die Auswahl des richtigen Tarifs ist nicht trivial. Ich achte bei meinen Beratungen auf folgende Punkte:
Verzicht auf abstrakte Verweisung: Ein Gymnasiast darf nicht auf eine Realschultätigkeit verwiesen werden, um Leistungen zu verweigern.
Leistungsdynamik von 2 bis 3 %: Damit wächst die BU-Rente im Leistungsfall mit der Inflation mit.
Besserstellungsgarantie beim Schulformwechsel.
Ausreichende Nachversicherungsgarantie: Mindestens 4.000 € Gesamthöhe sollten möglich sein.
Bei späterem Wechsel in den Beruf: kann dieser nie zu einem höheren Beitrag führen – jedoch ggf. zu einem günstigern. keine Meldepflicht des Berufs
Jede Situation ist individuell. Das richtige Produkt hängt vom Alter des Kindes, der Schulform, dem Gesundheitszustand und der gewünschten Absicherungshöhe ab. Als unabhängiger Makler vergleiche ich hier für dich die relevanten Anbieter ehrlich und ohne Verkaufsdruck.
Fazit: BU für Kinder lohnt sich früh
Eine BU für Kinder ist kein Luxus, sondern eine der günstigsten Möglichkeiten, langfristigen Schutz zu sichern. Je früher du handelst, desto gesünder ist dein Kind und desto besser sind die Konditionen. Ab 6 Jahren ist eine eigenständige Schüler-BU möglich, über eine BU-Option sogar ab Geburt. Wer wartet, riskiert, dass eine Diagnose den Abschluss später teurer macht oder ganz verhindert.
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Leistet deine Versicherung im Ernstfall wirklich ?
Als Vater kann ich dir ans Herz legen:
Ein Mal richtig absichern, dann hast du Ruhe, und weißt, im Ernstfall bist du und deine Familie bestens abgesichert.
FAQ zum Thema BU für Kinder
Eine eigenständige Schüler-BU ist aktuell ab 6 Jahren möglich, konkret ab dem ersten Schultag. Das bietet derzeit die LV 1871 an. Die meisten anderen Anbieter starten ab 10 Jahren. Über BU-Optionen in Kindervorsorge-Produkten ist eine Absicherung sogar schon ab Geburt möglich. Dabei sicherst du deinem Kind das Recht, später ohne vollständige neue Gesundheitsprüfung eine BU abzuschließen.
Solange die Erkrankung nach dem Abschluss der Police auftritt, hat das keinen Einfluss auf den bestehenden Vertrag. Vorerkrankungen, die vor dem Abschluss lagen und nicht angegeben wurden, können allerdings zur Leistungsverweigerung führen. Deshalb ist eine vollständige und korrekte Beantwortung der Gesundheitsfragen beim Abschluss entscheidend.
Wenn dein Kind mindestens 6 Monate zu mindestens 50 % nicht am regulären Unterricht teilnehmen kann, greift die BU. Es wird eine monatliche Rente gezahlt, zum Beispiel 1.000 €, und gleichzeitig entfällt die Beitragspflicht. Die Ursache kann eine körperliche Erkrankung, ein Unfall oder auch eine psychische Erkrankung wie eine schwere Depression sein.
Ja, in den meisten Fällen eindeutig. Wer früh abschließt, sichert sich niedrige Beiträge für die gesamte Laufzeit. Ein Kind mit 10 Jahren zahlt über die Gesamtlaufzeit bis 67 oft nicht mehr als jemand, der erst mit 30 abschließt. Gleichzeitig ist der Gesundheitszustand in jungen Jahren besser, was das Risiko von Ausschlüssen oder Zuschlägen deutlich senkt.
Ja, gute Tarife beinhalten eine Nachversicherungsgarantie. Damit kann die BU-Rente beim Berufseinstieg oder bei anderen Lebensereignissen ohne neue Gesundheitsprüfung erhöht werden. Manche Anbieter erlauben eine Erhöhung um bis zu 100 % des ursprünglichen Rentenbetrags. Das macht die Kinder-BU zu einem echten Fundament für die spätere Absicherung im Erwachsenenalter.

Über den Autor
Benedikt Deutsch, kurz Bene, ist seit 2012 in der Versicherungsbranche unterwegs und seit 2019 als freier Makler selbstständig. Kein Anzug, keine Verkaufsshow – dafür ehrliche Beratung, digitale Prozesse und 13 Jahre Erfahrung. Sein Ziel: Dass seine Kunden nachts ruhig schlafen können, weil sie wissen, dass sie und ihre Familie abgesichert ist und Bene im Ernstfall für sie kämpft.



