Das Wichtigste in Kürze

  • Kein kostenloser Schutz für Kinder in der PKV: Anders als in der GKV gibt es in der privaten Krankenversicherung keine beitragsfreie Mitversicherung. Jedes Kind benötigt einen eigenen Vertrag mit eigenem Beitrag.

  • Kosten je nach Situation sehr unterschiedlich: Ohne Beihilfe kostet ein PKV-Kindertarif typischerweise zwischen 180 und 250 € pro Monat. Beamtenkinder mit Beihilfeanspruch kommen deutlich günstiger davon, oft um die 70 € monatlich.

  • Beihilfe macht den großen Unterschied: Beamtenkinder erhalten Beihilfe von in der Regel 80 % ihrer Gesundheitskosten. Die PKV deckt nur den Rest ab, was den Beitrag stark senkt.

  • Risikoprüfung auch bei Kindern: Bei der Aufnahme in die PKV werden Gesundheitsfragen gestellt. Je jünger das Kind, desto geringer das Risiko für Ausschlüsse oder Zuschläge.

  • Steuerlicher Vorteil: Als Faustregel lassen sich rund 80 % der PKV-Beiträge steuerlich unbegrenzt absetzen. Die Krankenversicherung zählt als Vorsorgeaufwand.

  • Individuelle Beratung ist Pflicht: Den genauen Beitrag für dein Kind kannst du nur über eine persönliche Tarifberechnung ermitteln, denn er hängt von Alter, Tarifwahl, Leistungsumfang und Beihilfestatus ab.

Wie hoch ist der Debeka PKV-Kinder­tarif konkret?

Direkt vorweg: Die Debeka veröffentlicht keine pauschalen Preislisten für ihre Kindertarife. Den exakten Beitrag für dein Kind bekommst du nur über eine individuelle Berechnung. Trotzdem kann ich dir eine gute Orientierung geben, mit welchen Kosten du realistisch rechnen solltest.

Aus meiner Erfahrung in der Beratung lassen sich zwei typische Szenarien unterscheiden:

Für Selbstständige oder Angestellte ohne Beihilfe liegen die monatlichen Beiträge für einen soliden PKV-Kindertarif in der Regel zwischen 180 und 250 €. Der genaue Betrag hängt dabei stark vom gewählten Leistungsumfang und einem eventuellen Selbstbehalt ab.

Für Beamtenkinder sieht die Sache deutlich freundlicher aus. Da Beamtenkinder in der Regel Beihilfe von 80 % ihrer Krankheitskosten erhalten, muss die PKV nur die verbleibenden 20 % absichern. Das senkt den monatlichen Beitrag erheblich, typischerweise auf rund 70 € pro Monat. Das ist der sogenannte Restkostentarif, der exakt auf den Beihilfeanteil abgestimmt ist.

Diese Zahlen sind Orientierungswerte und keine verbindlichen Debeka-Tarife. Für dein Kind gilt: Der Beitrag ist individuell.

Was beeinflusst den Beitrag bei einem PKV-Kinder­tarif?

Bevor du einen Tarif abschließt, lohnt es sich zu verstehen, welche Faktoren den Beitrag nach oben oder unten treiben. Denn da gibt es mehr Stellschrauben als viele denken.

Alter des Kindes bei Vertrags­abschluss

Je jünger das Kind, desto günstiger der Einstiegsbeitrag. Das liegt an der risikobasierten Kalkulation der PKV: Ein Neugeborenes hat statistisch weniger Vorerkrankungen als ein Schulkind. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, frühzeitig zu handeln, wenn die Entscheidung für die PKV gefallen ist.

Wichtig zu wissen: Zwischen dem Baby- und Grundschulalter bleibt der Beitrag meist relativ stabil, da in diesem Zeitraum keine nennenswerten Alterungsrückstellungen anfallen. Der spürbare Sprung kommt erst mit etwa 13 bis 16 Jahren, wenn das Kind in eine neue Risikostufe eingestuft wird. Wer schon vorher abgeschlossen hat, profitiert also nicht nur vom niedrigeren Startbeitrag, sondern auch von der stabilen Phase davor. Je früher der Abschluss, desto länger dieser Vorteil.

Leistungs­umfang und Selbst­behalt

Ein Tarif mit umfassender Zahnabdeckung, Behandlungen bei spezialisierten Fachärzten und Einbettzimmer kostet mehr als ein schlanker Basistarif mit höherem Selbstbehalt. Hier musst du abwägen, was dir wichtig ist und was dein Budget zulässt.

Beihilfe­status

Wie oben beschrieben: Beamtenkinder zahlen als Restkostenversicherte deutlich weniger. Wer keine Beihilfe hat, braucht einen Vollversicherungstarif, und der ist entsprechend teurer.

Der Beihilfeanspruch für Kinder ist altersmäßig begrenzt. Beihilfe-Tarife gelten grundsätzlich nur bis zum 25. Lebensjahr, danach entfällt der Anspruch (analog zur Familienversicherung in der GKV). Ab diesem Zeitpunkt muss auf einen Vollversicherungstarif umgestellt werden, sofern keine eigene Beihilfeberechtigung (z. B. durch eigene Verbeamtung) besteht.

Gesundheits­zustand

Auch bei Kindern werden bei der PKV Risikofragen gestellt. Frühere Diagnosen, chronische Erkrankungen oder Behandlungen können zu Leistungsausschlüssen oder Beitragszuschlägen führen. Je früher der Vertragsabschluss, desto geringer das Risiko, dass bereits etwas in der Krankengeschichte steht.

Was bekommt dein Kind in der PKV, das die GKV nicht bietet?

Ein höherer Beitrag muss sich auch rechtfertigen. Und da sieht es bei einer guten PKV tatsächlich überzeugend aus:

  • Freie Wahl von Ärzten und Spezialisten, ohne Überweisung

  • Meist bessere Leistungen bei Zahnbehandlungen und Kiefer­orthopädie

  • Einzel- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus

  • Keine Wartelisten bei Fachärzten

Ich sage nicht, dass die GKV schlecht ist. Aber wenn du privat versichert bist und dein Kind ebenfalls in die PKV kommt, bekommt es denselben hochwertigen Schutz, den du selbst hast und das bleibt auch bei einem Umzug bestehen, während gesetzlich versicherte Familien dort mitunter wieder von vorn nach einem Kinderarzt suchen müssen. Einen guten Überblick, welche Leistungen einen guten PKV-Vertrag auszeichnen, findest du in unserem Ratgeber.

Ist der Debeka PKV-Kinder­tarif steuerlich absetzbar?

Ja, und das ist ein Aspekt, den viele unterschätzen. Als Faustregel lassen sich rund 80 % der PKV-Beiträge steuerlich als Vorsorgeaufwand absetzen. Die Basisabsicherung, also der Teil, der die Grundversorgung sicherstellt, ist immer absetzbar. Zusatzbausteine, die darüber hinausgehen, sind es in der Regel nicht.

Das gilt übrigens nicht nur für deinen eigenen Beitrag, sondern auch für den Beitrag deines Kindes. Die steuerliche Entlastung hängt am Ende aber von deinem persönlichen Steuersatz und der Ausnutzung deiner Vorsorgehöchstbeträge ab, das ist also individuell.

Fazit: Der richtige PKV-Kinder­tarif lohnt sich, aber nur mit der richtigen Beratung

Ein PKV-Kindertarif kostet je nach Situation zwischen rund 70 € (Beamtenkinder mit Beihilfe) und 180 bis 250 € (Vollversicherung ohne Beihilfe) pro Monat. Einen pauschalen Beitrag gibt es nicht, denn Alter, Gesundheit, Leistungsumfang und Beihilfestatus entscheiden am Ende über den konkreten Preis.

Anbieter wie die Debeka haben in diesem Bereich ein starkes Standing und machen die Zielgruppe gezielt und erfolgreich auf ihre Tarife aufmerksam. Wichtig zu wissen: Die Debeka arbeitet ausschließlich mit eigenen Vertretern, nicht mit unabhängigen Maklern wie uns. Wir vermitteln sie daher nicht, sondern vergleichen für dich die Tarife, die für unabhängige Beratung offenstehen, und finden dort die passende Lösung für dein Kind.

Aus der Beratungspraxis weiß ich: Ohne gründlichen Vergleich verschenken viele Eltern Leistungen für ihr Kind, meist ohne es zu merken. Wie stark die Tarifwahl das Ergebnis beeinflusst, wird dabei oft unterschätzt. Wenn du dir sicher sein willst, dass du für dein Kind die richtige Entscheidung triffst, lass dich einmal in Ruhe beraten. Buch dir dazu gern mein Kostenfreies Erstgespräch – 45 Minuten, digital, ohne Verkaufsgelaber.

FAQ zum Thema Debeka PKV-Kinder­tarif

Empfohlene Beiträge