
Benedikt Deutsch
Vater & Versicherungsexperte
Inhaltsverzeichnis
Debeka PKV-Kindertarif: Was kostet die Krankenversicherung für dein Kind?
Du fragst dich, wie viel ein PKV-Kindertarif bei der Debeka kostet, und ob sich das überhaupt lohnt? Eine berechtigte Frage, denn anders als in der GKV gibt es in der privaten Krankenversicherung keine beitragsfreie Familienversicherung. Jedes Kind braucht einen eigenen Vertrag, und das hat seinen Preis. In diesem Beitrag erfährst du, mit welchen Kosten du rechnen kannst, worauf es bei der Tarifwahl ankommt und wann ein PKV-Kindertarif wirklich sinnvoll ist.
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11.08.2026

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Die Optimale Familienabsicherung
Das Wichtigste in Kürze
Kein kostenloser Schutz für Kinder in der PKV: Anders als in der GKV gibt es in der privaten Krankenversicherung keine beitragsfreie Mitversicherung. Jedes Kind benötigt einen eigenen Vertrag mit eigenem Beitrag.
Kosten je nach Situation sehr unterschiedlich: Ohne Beihilfe kostet ein PKV-Kindertarif typischerweise zwischen 180 und 250 € pro Monat. Beamtenkinder mit Beihilfeanspruch kommen deutlich günstiger davon, oft um die 70 € monatlich.
Beihilfe macht den großen Unterschied: Beamtenkinder erhalten Beihilfe von in der Regel 80 % ihrer Gesundheitskosten. Die PKV deckt nur den Rest ab, was den Beitrag stark senkt.
Risikoprüfung auch bei Kindern: Bei der Aufnahme in die PKV werden Gesundheitsfragen gestellt. Je jünger das Kind, desto geringer das Risiko für Ausschlüsse oder Zuschläge.
Steuerlicher Vorteil: Als Faustregel lassen sich rund 80 % der PKV-Beiträge steuerlich unbegrenzt absetzen. Die Krankenversicherung zählt als Vorsorgeaufwand.
Individuelle Beratung ist Pflicht: Den genauen Beitrag für dein Kind kannst du nur über eine persönliche Tarifberechnung ermitteln, denn er hängt von Alter, Tarifwahl, Leistungsumfang und Beihilfestatus ab.
Wie hoch ist der Debeka PKV-Kindertarif konkret?
Direkt vorweg: Die Debeka veröffentlicht keine pauschalen Preislisten für ihre Kindertarife. Den exakten Beitrag für dein Kind bekommst du nur über eine individuelle Berechnung. Trotzdem kann ich dir eine gute Orientierung geben, mit welchen Kosten du realistisch rechnen solltest.
Aus meiner Erfahrung in der Beratung lassen sich zwei typische Szenarien unterscheiden:
Für Selbstständige oder Angestellte ohne Beihilfe liegen die monatlichen Beiträge für einen soliden PKV-Kindertarif in der Regel zwischen 180 und 250 €. Der genaue Betrag hängt dabei stark vom gewählten Leistungsumfang und einem eventuellen Selbstbehalt ab.
Für Beamtenkinder sieht die Sache deutlich freundlicher aus. Da Beamtenkinder in der Regel Beihilfe von 80 % ihrer Krankheitskosten erhalten, muss die PKV nur die verbleibenden 20 % absichern. Das senkt den monatlichen Beitrag erheblich, typischerweise auf rund 70 € pro Monat. Das ist der sogenannte Restkostentarif, der exakt auf den Beihilfeanteil abgestimmt ist.
Diese Zahlen sind Orientierungswerte und keine verbindlichen Debeka-Tarife. Für dein Kind gilt: Der Beitrag ist individuell.
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Was beeinflusst den Beitrag bei einem PKV-Kindertarif?
Bevor du einen Tarif abschließt, lohnt es sich zu verstehen, welche Faktoren den Beitrag nach oben oder unten treiben. Denn da gibt es mehr Stellschrauben als viele denken.
Alter des Kindes bei Vertragsabschluss
Je jünger das Kind, desto günstiger der Einstiegsbeitrag. Das liegt an der risikobasierten Kalkulation der PKV: Ein Neugeborenes hat statistisch weniger Vorerkrankungen als ein Schulkind. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, frühzeitig zu handeln, wenn die Entscheidung für die PKV gefallen ist.
Wichtig zu wissen: Zwischen dem Baby- und Grundschulalter bleibt der Beitrag meist relativ stabil, da in diesem Zeitraum keine nennenswerten Alterungsrückstellungen anfallen. Der spürbare Sprung kommt erst mit etwa 13 bis 16 Jahren, wenn das Kind in eine neue Risikostufe eingestuft wird. Wer schon vorher abgeschlossen hat, profitiert also nicht nur vom niedrigeren Startbeitrag, sondern auch von der stabilen Phase davor. Je früher der Abschluss, desto länger dieser Vorteil.
Leistungsumfang und Selbstbehalt
Ein Tarif mit umfassender Zahnabdeckung, Behandlungen bei spezialisierten Fachärzten und Einbettzimmer kostet mehr als ein schlanker Basistarif mit höherem Selbstbehalt. Hier musst du abwägen, was dir wichtig ist und was dein Budget zulässt.
Beihilfestatus
Wie oben beschrieben: Beamtenkinder zahlen als Restkostenversicherte deutlich weniger. Wer keine Beihilfe hat, braucht einen Vollversicherungstarif, und der ist entsprechend teurer.
Der Beihilfeanspruch für Kinder ist altersmäßig begrenzt. Beihilfe-Tarife gelten grundsätzlich nur bis zum 25. Lebensjahr, danach entfällt der Anspruch (analog zur Familienversicherung in der GKV). Ab diesem Zeitpunkt muss auf einen Vollversicherungstarif umgestellt werden, sofern keine eigene Beihilfeberechtigung (z. B. durch eigene Verbeamtung) besteht.
Gesundheitszustand
Auch bei Kindern werden bei der PKV Risikofragen gestellt. Frühere Diagnosen, chronische Erkrankungen oder Behandlungen können zu Leistungsausschlüssen oder Beitragszuschlägen führen. Je früher der Vertragsabschluss, desto geringer das Risiko, dass bereits etwas in der Krankengeschichte steht.
Was bekommt dein Kind in der PKV, das die GKV nicht bietet?
Ein höherer Beitrag muss sich auch rechtfertigen. Und da sieht es bei einer guten PKV tatsächlich überzeugend aus:
Freie Wahl von Ärzten und Spezialisten, ohne Überweisung
Meist bessere Leistungen bei Zahnbehandlungen und Kieferorthopädie
Einzel- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus
Keine Wartelisten bei Fachärzten
Ich sage nicht, dass die GKV schlecht ist. Aber wenn du privat versichert bist und dein Kind ebenfalls in die PKV kommt, bekommt es denselben hochwertigen Schutz, den du selbst hast und das bleibt auch bei einem Umzug bestehen, während gesetzlich versicherte Familien dort mitunter wieder von vorn nach einem Kinderarzt suchen müssen. Einen guten Überblick, welche Leistungen einen guten PKV-Vertrag auszeichnen, findest du in unserem Ratgeber.
Ist der Debeka PKV-Kindertarif steuerlich absetzbar?
Ja, und das ist ein Aspekt, den viele unterschätzen. Als Faustregel lassen sich rund 80 % der PKV-Beiträge steuerlich als Vorsorgeaufwand absetzen. Die Basisabsicherung, also der Teil, der die Grundversorgung sicherstellt, ist immer absetzbar. Zusatzbausteine, die darüber hinausgehen, sind es in der Regel nicht.
Das gilt übrigens nicht nur für deinen eigenen Beitrag, sondern auch für den Beitrag deines Kindes. Die steuerliche Entlastung hängt am Ende aber von deinem persönlichen Steuersatz und der Ausnutzung deiner Vorsorgehöchstbeträge ab, das ist also individuell.
Fazit: Der richtige PKV-Kindertarif lohnt sich, aber nur mit der richtigen Beratung
Ein PKV-Kindertarif kostet je nach Situation zwischen rund 70 € (Beamtenkinder mit Beihilfe) und 180 bis 250 € (Vollversicherung ohne Beihilfe) pro Monat. Einen pauschalen Beitrag gibt es nicht, denn Alter, Gesundheit, Leistungsumfang und Beihilfestatus entscheiden am Ende über den konkreten Preis.
Anbieter wie die Debeka haben in diesem Bereich ein starkes Standing und machen die Zielgruppe gezielt und erfolgreich auf ihre Tarife aufmerksam. Wichtig zu wissen: Die Debeka arbeitet ausschließlich mit eigenen Vertretern, nicht mit unabhängigen Maklern wie uns. Wir vermitteln sie daher nicht, sondern vergleichen für dich die Tarife, die für unabhängige Beratung offenstehen, und finden dort die passende Lösung für dein Kind.
Aus der Beratungspraxis weiß ich: Ohne gründlichen Vergleich verschenken viele Eltern Leistungen für ihr Kind, meist ohne es zu merken. Wie stark die Tarifwahl das Ergebnis beeinflusst, wird dabei oft unterschätzt. Wenn du dir sicher sein willst, dass du für dein Kind die richtige Entscheidung triffst, lass dich einmal in Ruhe beraten. Buch dir dazu gern mein Kostenfreies Erstgespräch – 45 Minuten, digital, ohne Verkaufsgelaber.
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FAQ zum Thema Debeka PKV-Kindertarif
Nicht zwingend. Das hängt davon ab, wie deine Familiensituation aussieht. Wenn beide Elternteile privat versichert sind, muss das Kind ebenfalls in die PKV. Wenn ein Elternteil gesetzlich und der andere privat versichert ist, gelten besondere Regeln: Bei verheirateten Eltern entfällt die beitragsfreie Familienversicherung in der GKV, wenn der privat versicherte Elternteil mehr verdient und sein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 € liegt. Bei unverheirateten Eltern gilt diese Einschränkung nicht. Die Situation ist also wirklich individuell und sollte nicht pauschal entschieden werden. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag darüber, ob Kinder in die private Krankenversicherung müssen.
Ja, auch bei Kindern werden Risikofragen gestellt. Frühere Erkrankungen, Behandlungen oder Diagnosen können zu Leistungsausschlüssen oder Beitragszuschlägen führen. Deshalb ist es sinnvoll, ein Kind möglichst früh in die PKV aufzunehmen, denn je jünger das Kind, desto geringer das Risiko, dass bereits etwas in der Krankengeschichte steht, das die Aufnahme erschwert.
Nimmt dein Kind nach der Schule eine versicherungspflichtige Stelle an, und liegt das Gehalt unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze, tritt automatisch Versicherungspflicht in der GKV ein. Der bisherige PKV-Kindertarif endet dann. Bei einem Studium oder einer Berufsausbildung ist das etwas differenzierter zu betrachten, da kommt es auf die genaue Situation an.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Für Beamtenkinder mit Beihilfe ist die PKV in der Regel klar die bessere und günstigere Wahl. Für Kinder ohne Beihilfe kommt es auf die Familiensituation an: Kann das Kind kostenlos in der GKV familienversichert werden, ist das finanziell schwer zu schlagen. Entscheidet man sich trotzdem für die PKV, sollte der Leistungsumfang den höheren Beitrag rechtfertigen. Genau das ist eine Abwägung, bei der eine ehrliche Beratung mehr hilft als jede Pauschalregel.

Über den Autor
Benedikt Deutsch, kurz Bene, ist seit 2012 in der Versicherungsbranche unterwegs und seit 2019 als freier Makler selbstständig. Kein Anzug, keine Verkaufsshow – dafür ehrliche Beratung, digitale Prozesse und 13 Jahre Erfahrung. Sein Ziel: Dass seine Kunden nachts ruhig schlafen können, weil sie wissen, dass sie und ihre Familie abgesichert ist und Bene im Ernstfall für sie kämpft.




